Repertoire

Tänze der Barockzeit

Ausgehend vom Hofe Ludwigs XIV. breitete sich in ganz Europa ein äußerst kunstvoller und differenzierter Tanzstil aus, der sowohl im Ballsaal als auch auf den Bühnen der gehobenen Schichten verbindlich war. Im heutigen Sprachgebrauch wird dies allgemein als "Barocktanz" bezeichnet. Alle Arten des Ausdrucks, vom Würdevoll-Seriösen bis hin zum Komisch-Grotesken ließen sich in dieser vielfältigen und virtuosen Bewegungssprache ausdrücken.

Kunde von diesem niveauvollen Tanz haben wir aufgrund einer graphischen Notation, der sogenannten "Feuillet-Notation", die es erlaubt, die Tanzbewegung und ihre Zuordnung zur Musik recht genau zu rekonstruieren.

Das Ensemble La Danza hat Tänze aller Sparten des Barocktanzes im Programm:

- originale Gesellschaftstänze ("Danse de Bal") von großen Höfen Europas (Paris, London, Venedig, München) sowie Country Dances

- Tänze aus barocken Opern und Balletten

- Tänze aus dem komisch-grotesken Genre wie Chaconne für einen Harlequin oder Tanzszenen aus der "Curieusen Tantzschul" des Gregorio Lambranzi.

Eine Besonderheit sind zwei von Jadwiga Nowaczek geschaffene pantomimische Ballette nach historischen Vorlagen:

- Orpheus und Euridice, eine witzige Persiflage der Orpheus-Legende nach einem Libretto vom Wiener Kaiserhof, Komponist ist Kaiser Leopold I.

- Pygmalion, ein Ballett nach einer detaillierten Schilderung der Auff¨hrung mit Marie Sallé aus dem Mercure de France 1734

 

Tänze der Mozart-Zeit

In der Zeit von etwa 1750-1800 hatte sich das reiche barocke Erbe der Gesellschaftstänze auf einige wenige Arten reduziert. Der Kontratanz und das Menuett waren die herrschenden Tänze im Ballsaal.